Klezmer-hoch-3 - die Musiker

Erstmals im November 1998 haben wir uns als Trio in Stuttgart-Neugereut zusammengefunden, um eine Gedenkstunde zur Reichs-Progrom-Nacht musikalisch zu gestalten. Seither wurden wir immer wieder angefragt – zur Gestaltung von Gottesdiensten, zur musikali-schen Rahmung von Feierstunden (z.B. Vernisagen, Verabschie-dungsfeiern u.a.m.) oder einfach zu einem Geburtstagsfest. Dabei ist dann irgendwann mal der Name "Klezmer-hoch-3" entstanden. So als Trio formiert und immer wieder gewünscht, haben wir im Ökumenischen Gemeindezentrum in Stuttgart-Neugereut auch schon Konzertabende gegeben, die mit Literatur-Einwürfen aus der jüdisch-jiddischen Welt sowie mit koscherem Essen abgerundet wurden.

 
 



 
 

Claudius Schwarz - Klarinette

Ende der 60er Jahre bekam ich meine Klarinette. Es ist das Gesellenstück vom Bruder meines Opas. Machte mich damals schon etwas stolz und es begann mein musikalischer Werdegang. Traditionell, zur damaligen Zeit, im Musikverein und in der Musikschule. Immer wieder auch mit Ausflügen in Richtung Bigband (ein Saxophon musste noch her), Oberkrainer und schließlich 1998 zum Klezmer. 

Mich fasziniert die Herkunft dieser Musik, die geprägt ist durch unzählige landestypische Stilrichtungen der weltweiten Heimat der jiddischen Klezmers. Klezmer-Musik ist ein Stil, der viele Facetten der Interpretation zulässt. Mit der Klarinette trage ich überwiegend die Melodie der Lieder und genieße es immer mehr, die Breite der Interpretationen auch durch eigene Variationen zu füllen.

Herbert Sziksnus - Gitarre

„Musik nicht nur aus dem Radio, sondern selbst gemacht“ - das war schon als kleiner Steppke mein Wunsch. Mit 13 bekam ich meine erste Gitarre, das Instrument, mit dem ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe. Durch prämierte Bands kam ich zu Engagements in Clubs und in der Gala-Szene mit z.T. internationalen Künstlerbegleitungen (z. B. Heino / USA, Kanada). Neben eigenen Projekten als Sänger und Gitarrist nahm ich auch an  Theaterproduktionen (z.B. im Kölner Opernhaus) teil.

Mit Klezmer hab ich musikalisches Neuland betreten, und das hat sich absolut gelohnt. Im Vordergrund steht für mich die Spielfreude, und hier bietet Klezmer alles, was das Musiker-Herz begehrt: facettenreiche Musik voller Leben, voller Emotionen, die mir viel musikalischen Spielraum bietet.

 
 

 




 

Martin Priebe - Bass

Von der Blockflöte über die Gitarre zum E-Bass - so verlief meine Instrumenten-Laufbahn. Und mit dem E-Bass bin ich 1985 wohl in meiner musikalischen Heimat angekommen: dem Blues. Wahrscheinlich hätte ich statt im schönen Illertal genauso gut im Mississippi-Delta geboren sein können. Seither spiele ich fast ununterbrochen in Blues-Bands - ich bin dem Blues und Blues-Rock mit Leib und Seele verfallen.

Umso bemerkenswerter ist der glückliche Umstand, dass ich 1998 zum Klezmer kam. Die anderen beiden haben einfach mal angefragt, und ich hab mitgemacht - mit stets wachsender Begeisterung! Dabei stellte ich irgendwann mal fest, dass Klezmer wie Blues auf Jiddisch ist: sehr gefühlvoll und ausdrucksstark, mal sanft und mal wild.

Im Idealfall - das ist unser Wunsch - erreichen und bewegen wir mit unseren Klezmer-Interpretationen Herz und Seele unserer Zuhörer.